Posted in 11. Februar 2010 ¬ 16:58h.Uli Rennert
Bis
jetzt habe ich zwar nur die gestrige Generalprobe am Grazer Schauspielhaus gesehen, aber die war für mich bereits eines der spannendsten Theatererlebnisse der letzten Zeit.
Dabei hielt ich das Ganze anfangs für eher fade und belanglos. Der Text hatte mir zu viele Vorhersehbarkeiten, Simonischek konnte sich scheinbar nicht entscheiden, ob er nun ein neutrales Bühnendeutsch oder eher eine leichte oststeirische Färbung sprechen würde, und die musikalischen Versatzstücke waren mir (wie fast immer in Graz) viel zu massiv und brachial.
Doch dann, (weiterlesen…)
Posted in 26. Januar 2010 ¬ 11:53h.Uli Rennert
Es gibt Bücher, die schlagen einen von den ersten Sätzen an in ihren Bann.
Atemschaukel ist so eines.
http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-23391-1
Posted in 15. Januar 2010 ¬ 14:54h.Uli Rennert
Am Freitag gibt’s ja immer Fisch (oder nicht?). Also mal sehen, was man da in der Kombination mit Nudeln hinbekommen kann: Ein leichter Lauch-Tomaten-Safran-Sugo zu Tagliatelle (oder ähnlicher nicht zu breiter Pasta) mit kross gebratenen Fischstückchen — zum Beispiel.
Den Sugo beginne ich wie einen ganz üblichen Tomatensugo: Fein geschnittene Zwiebel ganz langsam in Olivenöl dünsten. Nach einiger Zeit geben ich etwas kleingeschnittenen Knoblauch und in nicht zu feine Ringe geschnittenen Lauch dazu, noch etwas später einige Löffel Tomatenmark. Das ganze mit wenig Noilly Prat und etwas mehr Weisswein ablöschen, mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen, einkochen und warm halten.
Nun zum Fisch: (weiterlesen…)
Posted in 31. Dezember 2009 ¬ 11:07h.Uli Rennert
Endlich nun doch gesehen: Michael Haneke hat mit seinem in grossartigen Schwarz-Weiss-Bildern gedrehten Dorf-Drama ein echtes Meisterwerk geschaffen.
Da stimmt einfach alles: Geschichte, Besetzung, Bild, Rhythmus, (fast) keine Musik.
Leider scheint das ein grösseres Publikum nicht zu interessieren, wurde der Film doch kaum von grösseren Kinos gezeigt. (weiterlesen…)
Posted in 23. Dezember 2009 ¬ 08:00h.Uli Rennert
Dem aktuellen Anlass entsprechend, noch folgende kleine Geschichte:
“So, Kaplan sin se also.”
“Bald werde ich aber Pfarrer.”
“No und dann, wie geht’s weiter mit der Kariere? Was kennten se noch werden in der katholischen Kirche?”
“Ich kann später einmal Bischof werden — oder sogar Erzbischof.”
“Und dann is aber Schluß.”
“Naja, ich könnte rein theoretisch noch Kardinal werden, aber …”
“Und dann?”
“Also ganz theoretisch könnte ich natürlich auch zum Papst gewählt werden. Aber das ist natürlich das höchste, was man erreichen kann. Über dem Papst gibt es ja nur noch den lieben Gott — und der kann ich natürlich nicht werden.”
“Sehen se, einer von de insrige Leit is es doch geworden.”
Posted in 8. Dezember 2009 ¬ 13:23h.Uli Rennert
Erzählungen vom Ende der Nachkriegsordnung
Ich glaube, das Buch ist, was man im Feulleton-Deutsch gemeinhin als “relevant” bezeichnet.
In seiner Knappheit, den vagen und doch bestimmten Andeutungen, sehr inspirierend.
Posted in 30. November 2009 ¬ 13:46h.Uli Rennert
Passt gut in die Jahreszeit. Immerhin soll es sich hier der unbestätigten Legende nach um die bevorzugte Jause der Latiner Köhler gehandelt haben — und die hatten beruflich bedingt immer geheizt.
Hier mein Rezept:
Eine Zwiebel sowie eine ordentliche Menge Knoblauch lässig zerteilen und langsam in nicht zu wenig Olivenöl zugedeckt dünsten, bis die Zwiebeln weich sind. Die Prozedur dient der Aromatisierung des Olivenöls, weswegen man die Zwiebeln und den Knoblauch nachher wieder entfernt. In diesem Öl muss nun der Speck ganz langsam ausgelassen werden, (weiterlesen…)