Uli Rennert | 2009 Januar
Uli Rennert ist Pianist, Komponist und Elektroniker und lebt als freischaffender Musiker und Universitätsdozent in Graz in Österreich. Uli Rennerts künstlerische Arbeit dreht sich seit vielen Jahren um den Einsatz von Synthesizern und Live-Elektronik als expressives Instrumentarium und um die Erforschung der Schnittstellen zwischen Komposition und Improvisation. - Uli Rennert is an Austrian pianist, synthesist, and composer. Rennert is focusing on synthesizers and live-electronics used as expressive musical instruments, and he explores the area between composition and improvisation.
Uli Rennert, jazz, contemporary music, piano, synthesizer, composer, improvisation, producer, Graz, Austria
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Januar 2009

Sommer(-Semester) in Sicht!

Ab 2. Februar läuft die Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen an der Kunstuniversität Graz. Im Sommersemester biete ich folgende Fächer an:

http://www.kug.ac.at/Free Play

Form und Struktur in der Freien Improvisation.
Thema im Sommersemester: „Spoken Word — Written Music“

Ensembles

Ich leite neben einem Anfänger-Ensemble auch wieder ein B-Ensemble unter dem Titel „Fusion & Beyond“

Moog ModularElektronische Klangerzeugung

Wie in jedem Sommersemester stehen wieder kleine Recording-Projekte auf dem Programm, bei denen das im ersten Semester erworbene Grundwissen über Klangsynthese und -bearbeitung praktisch umgesetzt werden kann.

Finale für MusikerInnen

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Familienalbum

Sophie Rennert - Museum of Modern Art NYCIch habe heute mein iPhoto ein wenig aufgeräumt und bin dabei auf die Idee gekommen, hier auch einige Familienfotos zu posten.

Link: rennert.at/fotos/familie

Jedem Winter folgt ein Frühling

LilieWikipedia:

Susanna (von hebräisch „Shushan“ = „die Lilie“) wurde schon vor Maria mit dem Symbol der Lilie dargestellt. Das Zeichen wurde dann im Marienkult übernommen und erhielt so als „Madonnen-Lilie“ und Symbol der Reinheit seine heutige Bedeutung in der christlichen Formensprache.

Der Standard heute:

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Zeiten des Aufruhrs

Leonardo DiCaprio und Kate Winslet als Frank und April WheelerKate Winslet und Leonardo DiCaprio, das Schnulzen-Traumpaar aus Titanic in einem kritischen Sozialdrama — geniale Idee.

Und die Idee geht auf! Die beiden sind tatsächlich grossartige Schauspieler. Dadurch, dass die Geschichte in den USA der 50er Jahre und teilweise mit zutiefst amerikanischen Situationen und Zuständen spielt, mag sie sich für ein europäische Publikum etwas distanziert anfühlen; dennoch berührt diese Geschichte sehr und macht betroffen. Letztlich geht es, wie in allen grossen Dramen, um den Sinn des Lebens, des einzelnen Lebens.

Dazu hat Thomas Newman (WALL·E) simple aber emotional höchst effektive Musik geschrieben.

Bewertung: 7/10 

Meinugsfreiheit

Profil über BurschenschaftenMein Kommentar zur Affäre Martin Graf, mehrheitlich gewählter dritter Präasident des österreichischen Nationalrats und rechtsextremer Burschenschaftler:

Das in diesem, wie in anderen ähnlich gelagerten Fällen gern beschworene Recht der freien Meinungsäusserung sollte für die, die zum Beispiel darüber zu entscheiden haben, ob jemand mit eindeutiger Nazi-Gesinnung dem Parlament eines Rechtsstaates vorsitzen darf, eine Pflicht zur Äusserung ihrer ebenfalls freien Meinung bedeuten. Wer sich hinter Usancen versteckt und wer sich mit oberflächlichen und fadenscheinigen (und nebenbei noch schlecht formulierten) Distanzierungs-Schreibereien zufrieden gibt, hat seine Aufgabe als in der Öffentlichkeit agierender Politiker und Träger der Demokratie verfehlt.

Integrität.

Uwe Tellkamp: Der Turm

Ingeborg-Bachmann-Preis 2004, Deutscher Buchpreis 2008 — stört mich nicht!

Grossartige und detaillreiche Sprache, interessantes Thema (der Untergang der Deutschen Demokratischen Republik), Erzählkunst auf höchstem Niveau.

Über Jazz (2) — Rudi Buchbinder hört

Heide Tenner hat im heutigen „Klassik Treffpunkt“ auf Ö1 einen der grossen Pianisten der internationalen Crème zu Gast und erfüllt ihm jazzige Musik-Wünsche.

Henri de Toulouse-Lautrec - Chocolat dansant dans un barBuchbinder zählt zu den wirklich bedeutenden Pianisten unserer Zeit — und er weiss auch auf der Klaviatur der gesellschaftlichen (Medien-)Präsenz gut zu spielen. Da tut es wohl, aus seinem Munde zu hören, dass ihm auch der Jazz wichtig ist. Geschmacklich (geschmäcklerisch?) und über die Bedeutung für das Wesen des Jazz lässt sich bei der Auswahl vielleicht streiten — aber immerhin: Nat King Cole mit George Shearing, umwölkt von Streichern, und Oscar Peterson, virtuos. Da werden eben, wie so oft in solchen Fällen, Jugenderinnerungen aufgearbeitet. Buchbinder war auch einmal Barpianist! — Jazz?

Heide Tenner stellt dann in der Überleitung zu einem Gedanken aus Buchbinders aktuellem Buch über die lebenslange Beschäftigung des Virtuosen mit einem Werk klar, dass das ja nun das absolute Gegenteil zum Improvisieren sei. Aha.