Uli Rennert | 2009 Februar
Uli Rennert ist Pianist, Komponist und Elektroniker und lebt als freischaffender Musiker und Universitätsdozent in Graz in Österreich. Uli Rennerts künstlerische Arbeit dreht sich seit vielen Jahren um den Einsatz von Synthesizern und Live-Elektronik als expressives Instrumentarium und um die Erforschung der Schnittstellen zwischen Komposition und Improvisation. - Uli Rennert is an Austrian pianist, synthesist, and composer. Rennert is focusing on synthesizers and live-electronics used as expressive musical instruments, and he explores the area between composition and improvisation.
Uli Rennert, jazz, contemporary music, piano, synthesizer, composer, improvisation, producer, Graz, Austria
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Februar 2009

Roma

Letzte Woche waren wir ganz spontan ein paar Tage in Rom. Herrliches Wetter mit strahlend blauem Himmel und Tramontana, viel Italianità und relativ wenige Touristen — was will man mehr?

Rom KolosseumVielleicht ist Rom die italienischste der italienischen Städte. Immerhin glaubten die antiken Römer ja schon, dass sich hier der Nabel der Welt befinden muss. Und tatsächlich bekommt man, wenn man durch die Strassen schlendert und sich mit dem altertümlichen und dem neuzeitlichen Rom ein wenig auseinandersetzt, einen Eindruck davon, wie es Menschen gehen mag, denen diese Stadt, dieses Volk und dieses Land zu Füssen liegt, wie römische Herrscher, seien sie nun Caesaren, Diktatoren, Emperatoren oder auch einfach nur Ministerpräsident, leicht ihren Realitätssinn einbüssen können.

Aber der normal-sterbliche Besucher geniesst einfach diese wundervolle, vitale und rasente Stadt.

Heilungs-Chancen

Die SchöpfungWar Darwin ein Ketzer? Ist Homosexualität krankhaft? Darf ein katholischer Ober-Gruppenführer den Holocaust leugnen?

Muss sich damit die deutsche Kanzlerin befassen? Ist die einzige Kirche überhaupt demokratisch? Und wie ist das mit den Frauen und mit New Orleans?

Leute, hört auf das, was eure Hirten euch verkündigen — und zieht bitte endlich die Konsequenzen!

Auch der Katholizismus ist heilbar!

In der Schweiz

Jean Renggli der Ältere: Der RütlischwurLenken wir unseren Blick dieser Tage zu den Eidgenossen: Eine Mehrheit der helvetischen Stimmbürger, wahrscheinlich eines der konservativsten, aber auch gewissenhaftesten der europäischen Wahlvölker, hat sich deutlich für einen Kurs ihres Landes in Richtung Europa entschieden.

Und nicht nur das: die Schweizer haben sich auch mehrheitlich für den freien Personenverkehr mit Rumänien und Bulgarien ausgesprochen. Das sollten sich manche medien-demokratische Wähler in anderen mitteleuropäischen Regionen zu Herzen nehmen!

Benjamin Button

Der seltsame Fall des Benjamin Button ist eine wirklich sonderbare Geschichte, ein merkwürdiges Märchen — und sehr poetisch.

Brad PittDie unglaublichen Leistungen der Maskenbildner sind nicht das eigentlich kennzeichnende dieses Films; im Gegenteil: die Verwandlung der Protagonisten geschieht so natürlich und dezent, dass die Geschichte selbst immer im Vordergrund steht, dass die Akteure immer im Fokus bleiben. Und das ist gut so, denn Brad Pitt, Cate Blanchett, Tilda Swinton, Julia Ormond, Taraji P. Henson und all die anderen sind ein wirklich erstklassiges Ensemble. Sie erzählen davon, wie verschieden Leben sein können, wie verschieden Liebe sein kann, wie anders sich die Welt aus unterschiedlichen Perspektiven ausnimmt. Solches möchte ich im Kino sehen.

Bewertung: 8/10 

Kim kocht

Kim kocht einfach wunderbar! Das kleine und äusserst originelle Restaurant mit Küchenblick direkt hinter der Wiener Volksoper ist ein absolutes Highlight der gehobenen und kreativen asiatischen Küchenszene.

Sohyi KimMan fühlt sich einfach wohl und wirklich willkommen bei Sohyi Kim. Auf das Gebotene hat man wenig Einfluss: Welches der beiden Menüs, eher scharf oder nicht so scharf, Koriander? Dann geht’s los — und der Gast darf sich auf ein wahres Feuerwerk der Geschmacksexplosionen freuen, ein Höhepunkt jagt den nächsten; READ MORE

Der Vorführ-Effekt

Die österreichische Grippe-Epidemie zwingt mich derzeit zur Passivität vor dem TV-Bildschirm. Da stösst man unweigerlich mit Sendungen wie DSDS („Deutschland sucht den Super-Star“ Bohlenoder: „Dieter sprengt dämliche Subjekte in die Luft“) und dem österreichischen Starmania zusammen.

Hast Du Erklärungsbedarf für so abartigen Fernseh-Konsum? Ja, habe ich!

Mir ist es peinlich. Mir ist es zutiefst peinlich, das mit-anzusehen. Und ich bin schockiert. Mich schockiert der Abgrund, in den ich sehen muss. Und mich verblüfft, dass es in derartigen Sendungskonzepten letztlich weder um Musik, noch um die so-genannten Talente geht.

Worum geht es denn?READ MORE