Medienecho — Reviews
Projekt T
Vielleicht ist Bandleader Uli Rennerts Musikauffassung so etwas wie die Essenz und Conclusio einer langen Auseinandersetzung mit dem Jazz und der gelungene Versuch, diesen in die Kunst-Gegenwart zu führen, ohne die Tradition [...] und deren Komponisten gering zu achten. Mit seinem Quintett [...] greift er bekannte Stücke auf [...] und transponiert sie in eine artifizielle Welt des 21. Jazz-Jahrhunderts … Eng verwoben sind alle Elemente, eigene kompositorische Einschübe und Brechungen ergeben ein modernes Musikgeflecht, das nach mehrfachem Hören verlangt, um immer wieder neue Ideen freizulegen, mit Sicherheit keine (endgültigen) Antworten, aber gut gestellte Fragen. *****
— Concerto 1/2011
[...] der Wahl-Grazer hat in seinen Netzen Stilpartikel aus Jazz, Rock, Funk, der Improvisierten Musik sowie der Instumenten-Elektronik eingefangen. Dazu gehören [...] auch die Errungenschaften der Pop-Ästhetik wie down tempo, Freeze-Effekte, loops … er [vermischt] sogar ein Netzbrummen mit der sonoren Baßklarinette). Der Rennert hört genau hin! Allein diese Behandlung eines Klassikers [Mood Indigo] ist ein Kunstwerk für sich, ein kleines, irrisierendes Drama einer quasi akustischen „film noir“-Ästhetik. Eine so durchgeknallte akustische Reise kann einfach nicht mit einem Schlußakkord enden [...] man muß einfach nur ausharren. Was nicht schwerfällt bei diesem Ideenfeuer.
— Michael Rüsenberg, jazzcity-net-edition
Die CD ‘Projekt T’ ist schlicht und einfach eine hoch spannende wie facettenreiche Entdeckungsreise durch die Jazzgeschichte, eine die unterschiedlichste musikalische Stil- und Klangwelten miteinander vereint und nur so vor Einfallsreichtum, Spielwitz und überraschenden Wendungen strotzt.
Nichts wirkt lustlos zusammengestückelt oder hastig in die Jetztzeit transferiert. Uli Rennert hat sich Zeit gelassen und in Kleinstarbeit die Kompositionen in ihre Einzelteile zerlegt, um sie in neuer Form wieder entstehen zu lassen. Bemerkenswert in welch neuem Licht Klassiker [...] durch das harmonische Zusammenführen von akustischen und elektronischen Elementen plötzlich erstrahlen, welch neuem zeitgenössischen Kontext sie zugeführt werden, ohne dabei an musikalischer Ausdruckskraft und Tiefe einzubüßen.
— Michael Ternai, Music Information Center Austria
Es gibt Traditionalisten und Modernisten. Beide Gruppen streiten sich gerne, besonders in der Musik. Die Traditionalisten wollen nur das Alte bewahren, heißt es, und die Modernisten spielen eh alles kaputt. Vielfach aber vereint der Musiker von heute beide Linien in seiner Klangwelt. Und das ist gut so, denn nur wer die Tradition kennt, kann auch Neues schaffen. Und wo wäre die Welt, wenn sich nichts verändert?
Uli Renner hat [...] ein ultimatives, zwischen Tradition und Moderne angesiedeltes Werk in die Jazz Umlaufbahn gebracht, das auf wunderbare Weise Elektronik mit dem Werk früherer Jazzgrößen in Verbindung bringt.
— Hermann Mennenga
Projekt M
Es ist fein durchdachte Kammermusik, die man hier erlebt. Pianist Uli Rennert hat sich in die Musik von Thelonious Monk vertieft und Schlussfolgerungen gezogen, die raffiniert sanft überzeugen.
— Ljubisa Tosic, Der Standard (A)
Gesing/Rennert/Herbert/
… eine fliessende, in ihrer Klarheit beeindruckende Bildersequenz von gleichsam kompositorischer Stringenz …
— Andreas Felber, Der Standard (A)
Unverkrampft
Das Trio bewegt sich mit seiner Musik in einem grossen, frei improvisierten Raum, den es mit immer neuen Klangentdeckungen unverkrampft durchschreitet.
— Der Standard (A)
HomePage
Liebman’s sax mixes powerfully with Schwinn’s guitar and Rennert’s wild synthesizer voicings.
— Cadence (US)
Fast Forward
Rennert blows angular solos over a rhythm section that runs on rock attitude but listens with jazz ears. Often, espcially when playing unaccompanied, he distorts his line with seasick mod effects, but otherwise cultivates an almost pristine approach, with lots of space and fireworks only when necessary. Check him out now!
— Bob Doerschuk, Keyboard Magazine (US)
Subtil und Explosiv
Der Komponist und Pianist Uli Rennert [...] ist [...] Garant einer europäisch verwurzelten improvisierten Musik. Als klangliche Basis dient der spielfreudigen und dynamischen Formation [...] die akustische Rhythmusgruppe in Kombination mit elektronischen Sounds. Zuhörer werden mit subtilen, aber auch explosiven Improvisationen belohnt.
— Der Standard (A)
Timearrow
Nach der Produktion ‘Homepage’ von Uli Rennerts Band Timesquare stellt der Pianist nun ein Soloalbum mit dem Titel ‘Timearrow’ vor und präsentiert sich erstmals auch als Schlagzeuger. Austro-Germane Rennert liebt es, mit einfachen Lead-Sounds am Synthesizer zu improvisieren, kontrastiert Dargebotenes jedoch gerne mit dem Klang des Steinwayflügels. Er legt Wert darauf zu betonen, daß er auf den Einsatz von Sampling Instrumenten völlig verzichtet – eingefleischte Elektronikfreaks werden es ohnehin merken. [...] Fragmente von groovig bis experimentell, von akustisch bis elektronisch, sentimental bis skurril. Rennert schafft gerne Strukur, in dem er seine Kompositionen zerlegt, zum Beispiel in ‘Movements’, die selten eine Länge von zwei Minuten überschreiten. Positiv hervorzuheben ist der erste Teil des Medleys ‘In A Trane Mood’- basierend auf dem Ellingtonklassiker ‘In A Sentimental Mood’, gewidmet John Coltrane. Am Flügel kehrt Rennert hier den Vollblut-Pianisten mit all seinen technischen Fähigkeiten und seinem Raffinement hervor.
— Concerto (A)
Unexpected Events
Österreich hat mehr zu bieten als hohe Berge. Zum Beispiel eine ausgeprägte Jazzszene, zum Beispiel die Band ‘TimeSquare’. Sound, Arrangements und Kompositionen stammen fast ausschließlich von Keyboarder Uli Rennert, der nicht nur dadurch der Gruppe seinen Stempel aufdrückt. Seine Keyboard-Sounds sorgen für überraschende Momente, für ‘unexpected events’, seine virtuosen elektronischen Klangmalereien dominieren.
— Lift (D)
Instrumentale Erzälkunst
Zuletzt probt das Ensemble mit ‘Quiet Riot’ den stillen Aufstand. Kopmpaktes Unisono und rhythmische Passagen umrahmen das Klavier, dem Uli Rennert teils charmante, teils grosse Töne entlockt. (Peter Herbert-Porträt im Minoritensaal Graz mit ‘szene instrumental’ unter Wolfgang Hattinger)
— Kronenzeitung (A)
Überzeugendes Zusammenspiel
Komponist, Arrangeur und Tastenmeister Uli Rennert, der großartige Florian Bramböck an Alt- und Tenorsaxophon, der superbe Gitarrist Frank Schwinn sowie Achim Tang als hingebungsvoller, stets präsenter Bassist und der Drummer der Superklasse Gregor Hilbe definierten den Begriff Klang-Körper neu: Hier wurde aus einem gemeinsamen Atem heraus musiziert. Homogen stark und präzis. Material und Ausdruck stimmten perfekt, überaschende Tempowechsel und permanentes Hören auf die Partner steigerten die Wirkung.
— Bernd Schmidt, Kronenzeitung (A)
Jazz Big Band Graz – Breaking With Tradition
… Doch dies sollten nicht die einzigen Veränderungen bleiben, zu denen man sich an diesem Wendepunkt entschloss. Nach dem Vorbild von Bob Brookmeyers New Art Orchestra kam Uli Rennert am Keyboard hinzu. Dieses zweite Harmonie-Instrument ersetzt die Gitarre und gibt dem Arrangeur die Möglichkeit, innerhalb der Rhythmussektion eine weitere Stimme einzusetzen, entweder anstelle oder zur Ergänzung des Pianos. Dank seiner Fähigkeit, Töne zu halten und sanfte Attacks zu spielen, ist das Keyboard auch hervorragend dazu geeignet, die Bläserparts zu doubeln und dem Zusammenspiel eine weitere Nuance hinzuzufügen…
— sonic wood & brass (D)
Joys & Desires
“Jazz Envy” runs the gamut from maelstrom-like directed themes to a synthesizer solo by Uli Rennert, over a strong groove by bassist Henning Sieverts and Hollenbeck, that’s reminiscent of Canterbury progressive players including National Health’s Dave Stewart and Soft Machine’s Mike Ratledge.
— John Kelman, Managing Editor allaboutjazz.com
Songlines
Scat and vocalese, definite jazz conventions, are pushed to a level equal with von Kalnein’s reeds. This is best illustrated on “Sam” [composition: Uli Rennert] where Balata and von Kalnein become one in the music. Kalnein’s introduces a compelling melody that is joined by Balata, who solos in scat to striking effect. “Sam” is one of the more compositionally tethered pieces on the disc, which is more widely populated with air, open spaces filled with bass, percussion, and keyboards on all sides with von Kalnein and Balata weaving in and out of the mix. These effects are well reflected in “Songlines” and the eerie “Homepage” [composition: Uli Rennert].
The closing “Coming Home” is an ethereal ballad, softly set to flight by von Kalnein and spurned on by keyboardist Uli Rennert, who uses a variety of effects to cushion the saxophonist’s emotive flights. Achim Tang establishes a steady bass heartbeat, welcoming Balata into the harmonic, melodic mix. Songlines smacks of originality and uniqueness in a current deluge of less well conceived projects.
— C. Michael Bailey, Senior Contributor allaboutjazz.com
Freies Spiel
Ein präzise aber geradezu draufgängerisch losnagelnder Gregor Hilbe am Schlagzeug, ein rhythmisch und melodisch jederzeit sattelfester Achim Tang am Baß, ein fürs Grobe wie auch fürs Feine bestens ausgerüsteter Frank Schwinn an der Stromgitarre und nicht zuletzt ein ideenreicher Uli Rennert an Keyboards, Schaltkasten und Konzeption. ‘TimeSquare’ wird immer besser.— Neue Zeit (A)
TimeSquare
Der gebürtige Frankfurter Keyboarder Uli Rennert ist ein Musikkoch, der mit vielfältigen Soundzutaten arbeitet. Bei seiner Band Time-Square legte er bisher über die gediegene Arbeit einer Rhythmusgruppe den unmittelbaren Charme des Elektronischen.
— Ljubisa Tosic, Der Standard (A)
jbbg & Bob Brookmeyer
The leisurely “Wedding Song” is flat out gorgeous with solo to match by Brookmeyer, while “Tulip’s” swinging pattern offers a sturdy platform for Gesing, trumpeter Horst Michael Schaffer, synth maester Uli Rennert and the orchestra’s supple rhythm section, anchored by drummer John Hollenbeck and including pianist Fritz Pauer and bassist Wayne Darling.
— Jack Bowers, Senior Contributor allaboutjazz.com
Gesing/Rennert/Neumeister
Eine ungewöhnliche Besetzung – drei individuelle Grossmeister. Das verspricht musikalische Hochspannung schon von der Papierform her. Klangliche Entdeckungen und musikalisch Gratwanderungen sin din dieser akustisch-elektronischen Kombonation geradezu vorprogrammiert. Noch dazu, wo die stilistisch unterschiedlichen, jahrzehntelangen Erfahrungen der drei Tausendsassa eine fast uneingeschränkte Verfügbarkeit des instrumentalen Vokabulars garantieren. Eine glatte Synergie musikalischer Persönlichkeiten sozusagen.
— Austrian Soundcheck
TimeSquare Neu
Damit es einmal mehr gesagt ist: Uli Rennerts TimeSquare ist einer der zuverlässigsten Kreativposten des Landes. Besonders des Schlagzeugers Hilbe enormes Zeitgefühl und seine Schubkraft imponieren. Rennerts Übersicht und Frank Schwinns heftige Gitarrenritte tun ihr übriges zum Gelingen des Ganzen.
— fex, NZ (A)
Play!
9. 3. 2012
pianoARTventure — Graz, Florentinersaal »12. 3. 2012
D&A-Connection — Wien, Café Kreuzberg »Tags
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Kommentare
Uli Rennert:
"PlatformPro ist ohne weiteres nicht mit anderen Themes kobinierbar. Aber ist das nicht bei allen Themes so?"Marco:
"Meine Frage an den Kenner von Page Lines PlatformPro ist ob man Seiten, wie z.B. die Startseite hochladen kann? Ich denke nur daran das ich..."Uli Rennert:
"Danke für das Lob! Ja, das mit dem ausfaden ist ganz gut. Mir ging es bei meinem Setup mehr um die rhythmische Unabhängigkeit des geloopten..."Florian Ross:
"Ich benutze mit meiner B3 einen Boss RC20 und zuvor den Akai headrush. Das Argument für den Boss war seinerzeit, die Möglichkeit Loops per..."Uli Rennert:
"ich kann und will nicht in CSS, HTML oder PHP herumstochern, … ? Nun, ein wenig von CSS zu verstehen wäre schon gut — dennoch..."Henry Steinhau:
"Interessant. Ich bin gerade bei einem Neu-Umstieg auf WordPress und suche schon Monate nach guten Themes, und immer, immer wieder lande ich irgendwie bei..."Uli Rennert:
"Ave, Caesar!"
Lesestoff
- Markus Hengstschläger: Die Durchschnittsfalle
Intelligentes Buch des Genetikers über die biologische Notwendigkeit von Individualität. Etwas reisserisch formuliert, aber höchst aufschlussreich. - Peig Sayers: So irisch wie ich
Peig Sayers (1873-1958) erzählt von ihrem Leben auf den irischen Blasket-Inseln. Sehr berührend! - Tana French: Totengleich (The Likeness)
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15.12.2011 — ... mehr ...... - Tana French: Grabesgrün (In the Woods)
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