Uli Rennert | Medien
Uli Rennert ist Pianist, Komponist und Elektroniker und lebt als freischaffender Musiker und Universitätsdozent in Graz in Österreich. Uli Rennerts künstlerische Arbeit dreht sich seit vielen Jahren um den Einsatz von Synthesizern und Live-Elektronik als expressives Instrumentarium und um die Erforschung der Schnittstellen zwischen Komposition und Improvisation. - Uli Rennert is an Austrian pianist, synthesist, and composer. Rennert is focusing on synthesizers and live-electronics used as expressive musical instruments, and he explores the area between composition and improvisation.
Uli Rennert, jazz, contemporary music, piano, synthesizer, composer, improvisation, producer, Graz, Austria
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Medien

Unplugged?

unpluggedE-Bass, Vocal- und Drum-Mics, Gitarren mit Tonabnehmern – das ist dann aber nicht ‚unplugged‘, oder?

Mythen

Lizzi 2 — 3 D

Was bringt uns die Realität?

Bei ihrer fieberhaften Suche nach immer neuen Verlockungen hat sich die Unterhaltungs-Branche in den letzten Jahren auf die Entwicklung trickreicher und wirklichkeitsgetreuer Technologien konzentriert: HD-TV, 3 D, Surround-Sound, e-ink, Video-Telefonie, etc.

These: Je näher ein Medium, eine Kunstform der Realität kommt, die versucht wird, abzubilden, desto mehr schränkt das die Kreativität im Denken der Rezipienten und Konsumenten ein.

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Masse statt Klasse

Lo-Res rules.

Vor Jahren habe ich (schon zum zweiten Mal) eine semi-professionelle Kameraausrüstung (analog) verscherbelt. Ich dachte mir damals, dass ich die künstlerisch motivierte Fotografie lieber den hauptamtlichen Fotokünstlern überlassen sollte, die dafür viel Zeit investieren (können).

Sehe ich heute – immer noch fasziniert von der Technik … – aktuelle digitale Kamera-Modelle, überlege ich, was eine ernsthafte Beschäftigung mit auch technisch hochwertiger Fotokunst noch bedeuten kann, betrachtet man die Millionen von schlechten Amateurbildchen in miserabler Qualität, die das weltweite Netz überfluten und die Betrachter trotz des eindeutig minderwertigen bildnerischen und fotografischen Niveaus zu Begeisterungsstürmen hinreissen.

Gleiches spielt sich offenbar auch im Bereich der Aufnahme und Wiedergabe von Musik ab: READ MORE

Die Taubheit im ORF

Zwei Beispiele für verstopfte Ohren im österreichischen Rundfunk:

OhropaxSchon vor einiger Zeit brachte Ö1, das erste Hörfunkprogramm des ORF, einen Beitrag mit Aufnahmen Alter Musik. Besonders ausladend wurden die Radiohörer dabei über die theoretischen Hintergründe der alten Stimmungen unterrichtet; namentlich ging es dabei um die sogenannte Mitteltönige Stimmung. Soweit so gut. Was dann zu hören war, klang aber doch etwas überraschend: Ich lauschte einem Duo mit Gitarre und Harfe und versuchte verzweifelt, die zuvor geschilderten Feinheiten der mikrotonalen Strukturen zu entdecken. READ MORE

SOS ORF

www.sos-orf.atRetten, was noch zu retten ist.

Neben einer manchmal unfassbar ignoranten, fast zynischen (TV-)Programmgestaltung glänzt der staatliche österreichische Rundfunk immer wieder mit grossartiger journalistischer Arbeit und kritischer Berichterstattung.

Bitte helfen!

Der Vorführ-Effekt

Die österreichische Grippe-Epidemie zwingt mich derzeit zur Passivität vor dem TV-Bildschirm. Da stösst man unweigerlich mit Sendungen wie DSDS („Deutschland sucht den Super-Star“ Bohlenoder: „Dieter sprengt dämliche Subjekte in die Luft“) und dem österreichischen Starmania zusammen.

Hast Du Erklärungsbedarf für so abartigen Fernseh-Konsum? Ja, habe ich!

Mir ist es peinlich. Mir ist es zutiefst peinlich, das mit-anzusehen. Und ich bin schockiert. Mich schockiert der Abgrund, in den ich sehen muss. Und mich verblüfft, dass es in derartigen Sendungskonzepten letztlich weder um Musik, noch um die so-genannten Talente geht.

Worum geht es denn?READ MORE

Jedem Winter folgt ein Frühling

LilieWikipedia:

Susanna (von hebräisch „Shushan“ = „die Lilie“) wurde schon vor Maria mit dem Symbol der Lilie dargestellt. Das Zeichen wurde dann im Marienkult übernommen und erhielt so als „Madonnen-Lilie“ und Symbol der Reinheit seine heutige Bedeutung in der christlichen Formensprache.

Der Standard heute:

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Buddenbrooks, Kino und TV

Und heute arbeite ich die nicht gelesenen Zeitungen der Feiertage auf und finde eine sehr treffende Filmkritik von Stephan Speicher in der Süddeutschen vom 24. Dezember 2009

Die Goldene KameraDoch vorher noch kurz ein Auszug aus Mark Stöhrs Artikel in der Zeit Online vom 22.12.2008:

Für Breloers Fernsehfilm wird es zum „Tipp des Tages“ in den einschlägigen TV-Magazinen und dem einen oder anderen Grimme-Preis reichen. Zu irgendetwas müssen die 16,2 Millionen Euro Produktionskosten schließlich gut gewesen sein.

Siehe dazu auch folgenden Artikel von Katja Nicodemus: Zu viel Fernsehen im Kino (Die Zeit 11.12.2008 Nr. 51)

Und hier nun Stephan Speicher:

Die Verführungskraft der schönen Dinge

Gerade hat sich der Regisseur Heinrich Breloer in der Neuen Rundschau über die „Technik des Filmemachers“ in 13 Thesen geäußert,READ MORE

Namenlose Soundtracks

TV-DokuDie Weihnachtsfeiertage und die mit ihnen vollkommen überraschend einsetzende Ferienzeit bringen mir nun schon seit vielen Jahren heftige grippale Infekte ein, die es mir ermöglichen, das gesamte zu dieser Zeit angebotene TV-Repertoire eingehenden Untersuchungen zu unterziehen — und mich dabei gleichzeitig durch den haltlosen Konsum diverser Dokureihen und populärwissenschaftlicher Features weiterzubilden.

Dabei ist neben der allgemeinen Übersicht über die Entwicklung terrestrischen Lebens (in 5 Teilen auf 3sat) auch einiges über ferne Länder, deren Gebräuche, Flora. Faune, und was-weis-ich-noch-alles zu erfahren; die Bibelfestigkeit wird gerade in dieser Zeit enorm gefördert und auch Fragen zum musikalischen Rand-, Spezial und Insiderwissen finden in mannigfaltiger Weise Erörterung.READ MORE