Uli Rennert | Concerto über Götter
Uli Rennert ist Pianist, Komponist und Elektroniker und lebt als freischaffender Musiker und Universitätsdozent in Graz in Österreich. Uli Rennerts künstlerische Arbeit dreht sich seit vielen Jahren um den Einsatz von Synthesizern und Live-Elektronik als expressives Instrumentarium und um die Erforschung der Schnittstellen zwischen Komposition und Improvisation. - Uli Rennert is an Austrian pianist, synthesist, and composer. Rennert is focusing on synthesizers and live-electronics used as expressive musical instruments, and he explores the area between composition and improvisation.
Uli Rennert, jazz, contemporary music, piano, synthesizer, composer, improvisation, producer, Graz, Austria
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Concerto über Götter

Concerto über Götter

Ode an die Götter

Rennert & Rennert & ein Geburtstagsgeschenk

Wenn man sich mit den Göttern anlegt, birgt das zumeist einige Gefahren, das wussten bereits die alten Griechen und Römer. Die neu
e Aufnahme des Komponisten, Pianisten, Keyboarders und Technik-Tüftlers („Kastln“ – Zitat Pepl) trägt den aussagekräftigen Titel „Von den Göttern weiss ich nichts„, ob dieses Nichtwissen vor Strafe schützt, wird sich zeigen.

Rennert, Willnauer © St. LozarAm Anfang der Produktion ’stand das fünfteilige Titelstück, das ich meiner Tochter Sophie (einer klassisch ausgebildeten Sängerin – Anm.) zum zwanzigsten Geburtstag schenkte. Ihr Interesse und ihre offenen Ohren für meine Musik brachten mich dazu, mehr und mehr Musik für sie zu schreiben, die sich in den letzten Jahren ansammelte. Sie ist auch in gewisser Form als Fortsetzung meines letzten Projektes mit dem Streichsextett mit zeitgenössischer Kammermusik zu sehen <Project S – Anm.>.

Drei Interessen finden darin ihren besonderen Platz, an erster Stelle jenes an den Texten von Erich Fried, die aus meiner Sicht bisher eher sehr platt in Bezug zur Musik eingesetzt wurden. Der zweite Autor dieses Projektes ist Robert Gernhardt, den ich schon als Jugendlicher in Radiosendungen erlebt habe, bei dem mich aber abseits seiner Karikaturen und ironischen Texte vor allem seine tiefgründige Seite beschäftigt hat. Zuletzt wollte ich auch Texte von bildenden Künstlern verwenden, dabei bin ich auf Pablo Picasso gestoßen, der dabei in der Aneinanderreihung der Worte assoziative Gedanken weiterführt und mit meiner Art der niedergeschriebenen Improvisationen korrespondiert.

Beim Schreiben habe ich für jedes Stück an bestimmte SpielerInnen, Personen und Klänge gedacht und für jedes eine andere Besetzung gewählt. Es gibt zum Unterschied zu sonstigen Einspielungen bis auf wenige Ausnahmen keine Improvisationen, außer dem Stück „lAbbaye de Cluny“ ist diesmal alles ausnotiert. Im Zentrum der Aufnahmen steht Sophies Stimme, für die alles ausgerichtet ist und die ich natürlich sehr gut kenne. Da ich mich zu jenen intuitiven Schreibern zähle, die den Klang voraushören, kommt dann die Musik wie von selbst. Wobei für mich improvisieren und komponieren immer zusammengehören, das Improvisieren nur ein Komponieren in Echtzeit darstellt, das das zuvor bestehende Material verwendet. Man muss nicht wissen oder merken, was jeweils komponiert oder improvisiert ist.‘

Ein die Jazzgötter herausforderndes Stück zeitgenössischer Musik, bei dem neben Rennert & Rennert u. a. auch der Schauspieler/Komponist/Sänger/Sprecher Jörg-Martin Willnauer, Bassist Peter Herbert und Klarinettist Klaus Gesing im ‚göttlichen‘ Ensemble zu finden sind. Versöhnung und gegenseitiges Kennenlernen zwischen E & U, K & I, G & M sind gefragt.—Thomas Hein, Concerto Nr. 3 Juni/Juli 2014

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