Handywahn?

Telefonapparat

Allerorten liest und hört man vom zügellosen Umgang mit Mobiltelefonen – Sommerloch? Zum Beispiel:

(alleine schon die Titel…)

Zur Erinnerung: Vor der Ära der heute zugegebenermassen allgegenwärtigen mobilen Kommunikation gab es einen zentralen Punkt in jeder Wohnung, in jedem Haus. Das war der Telefonanschluss. Kam ein Anruf ‚herein‘, wurde sofort der gesamte Haushalt alarmiert und versammelte sich um den ‚Apparat‘, in nervöser Erwartung des angenommenen Gesprächs (Nummernanzeige gab es ja noch keine!), in Vorfreude oder auch Angst, wer denn nun der Anrufer sei, der diesen Ort mit seinem ‚Gespräch‘ adelte oder zumindest einer gewissen Wichtigkeit teilhaftig werden liess.

Zur weiteren Erinnerung: Der Apparat war Tag und Nacht in Betrieb und erreichbar, konnte weder aus- noch stumm-geschaltet werden. Viele ‚Teilnehmer‘ liessen sich einen zusätzlichen Apparat ins Schlafzimmer verlegen, oder in den Garten.

Mobile Telefone haben dagegen für mich viel Stress weggenommen. Sei es die schnelle Nachricht über unvorhergesehen Ereignisse, sei es ein spontaner Anruf, oder auch nur die Möglichkeit, das Läuten abzustellen Ich möchte jedenfalls nicht mehr ohne mobile Kommunikation leben müssen – ausser ich bestimme es selbst, wann ich abschalte.