Jazz – ach so?

Honda JazzAus wiedereinmal (und immer wieder) gegebenem Anlass: Warum hängt man sich eigentlich ständig das Jazz-Mäntelchen um?

Sei es die coole Musik für den Werbespot oder die Vorabend-Soap, sei es die wahllose Stillosigkeit einer pseudo-künstlerisch-kommerziellen Philhamoniker-Mucke, seien es die European Choir Games, die unter dem Titel „Jodeln und Jazz“ rezensiert werden, überall wird scheinbar ungebremst gejazzt, was das Zeug hält.

Leider finden die tatsächlichen Aktivitäten der nach wie vor äusserst vitalen Jazz-Szene weniger Beachtung.

Jazz ist dann, und nur dann, wenn auch improvisiert wird. Nicht das Absingen von Cole Porter oder George Gershwin ist es. Auch nicht das Herumnudeln über gesampelte Beats. Und auch nicht das exaltierte Stümpern eines Chick Corea-Klassikers.

Jazz ist Improvisation, ist Interaktion, ist Kreativität. Und Jazz ist ein Lebensplan. Punkt.

Nennt euer Zeug, wie ihr wollt, aber lasst uns damit in Ruhe!