Project S beginnt

Heute ist das Notenmaterial für mein Project S fertig geworden — ich habe fast 200 Seiten Partitur und neun mal über 20 Seiten Einzelstimmen ausgedruckt und gebunden. Das ist ein bemerkenswerter Moment, wenn so eine lange und intensive Arbeit zu einem ersten wichtigen Etappenziel führt. Ausgedruckte Partituren haben so etwas Endgültiges.

Die Musik dreht sich hauptsächlich um die siebenteilige Suite ‚Seven Superfluous Serenades‘, ein Werk für Synthesizer, Klarinette Kontrabass und Streichsextett mit einer Gesamtdauer von etwas über 40 Minuten. Als improvisierende Solisten werden Peter Kunsek (Klarinette), Peter Herbert (Kontrabass) und ich selbst (Synthesizer, Lap-Steel-Gitarre, Electronics) uns mit den auskomponierten Motiven, Klängen und Atmosphären der Streicher auseinandersetzen, und ich hoffe, dass wir dabei starke Synergien entwickeln können.

Der nächste Schritt wird nun die Aufnahme des ganzen Werkes sein, die in der ersten Novemberwoche im grossen Saal des Volkshauses Graz stattfinden wird. Wir werden versuchen, einen möglichst natürlichen Ensemble-Sound zu kreieren und greifen dabei auf Recording-Konzepte zurück, die sich bei Aufnahmen von Kammermusik bewährt haben: eine Stereo-Hauptmikrofonierung plus zusätzlichen Stützen für die Solo-Stimmen, nicht mehr.