Schieflage

Finanzkrise SchieflageDer Staat hat kein Geld. In Zukunft wird der Staat noch weniger als kein Geld haben. Neoliberale Schicki-Minister haben seinerzeit den Wert Nulldefizit kreiert. Jetzt müssen die Regierungen für die kriminelle Seite des Neoliberalismus tief in den Staatssäckel greifen, um denen zu helfen, die sich vorher nicht helfen lassen wollten.

Da ist es dann sehr befremdend, wenn eine schein-linke Unterrichtsministerin auf einem alten Populismus-Gaul herumreitet: Dass Lehrer nur einen Teil ihrer Arbeitszeit tatsächlich in der Schule mit ihren Schülern verbringen, scheint für den nur widerwillig arbeitenden Normal-Sterblichen nach wie vor unverständlich. Richtige Arbeit muss weh tun und findet unter Aufsicht statt.

Ähnliches spielt sich — eher verborgen vor der öffentlichen Diskussion — seit Jahren im Hochschulwesen ab. Da werden selbst Kunstuniversitäten immer mehr im Stile von Industrie-Konzernen geführt; die künstlerischen Inhalte spielen sich immer mehr auf dem Papier hochtrabender Konzepte ab. Es wird öffentlichkeitswirksam geforscht, statt musiziert, komponiert, gespielt. Ungeliebten Top-Funktionären werden prestige-trächtige Baudenkmäler errichtet, während es den Lehrern und Studenten in ihren abgewohnten Unterrichtszimmern an Instrumenten und Infrastruktur mangelt.

Hinweis: Der (sehr polemische) Rest des Artikels ist der vorauseilenden Selbstzensur zum Opfer gefallen…