Uli Rennert | Improvisation
Uli Rennert ist Pianist, Komponist und Elektroniker und lebt als freischaffender Musiker und Universitätsdozent in Graz in Österreich. Uli Rennerts künstlerische Arbeit dreht sich seit vielen Jahren um den Einsatz von Synthesizern und Live-Elektronik als expressives Instrumentarium und um die Erforschung der Schnittstellen zwischen Komposition und Improvisation. - Uli Rennert is an Austrian pianist, synthesist, and composer. Rennert is focusing on synthesizers and live-electronics used as expressive musical instruments, and he explores the area between composition and improvisation.
Uli Rennert, jazz, contemporary music, piano, synthesizer, composer, improvisation, producer, Graz, Austria
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Improvisation Tag

Schabata Rennert Roder Soyka

„Richtig schön!“

Sehr schöne Kritik über die CD ‚viererlei‚ von Michael Ternai:

Treffen einmal vier Ausnahmekönner wie ULI RENNERT, WOODY SCHABATA, JAN RODER und ULI SOYKA einmal in einer Band aufeinander, kann man davon ausgehen, dass es musikalisch so richtig zur Sache geht. Und so ist es auch. Auf dem nun erscheinenden Album „Vielerlei“ (Pan Tau – X/VÖ 23.2.) zeigt das Jazz-Quartett auf mitreißende Weise, was Aufregedendes heute unter dem Begriff Improvisation verstanden werden kann.

Die hohe Kunst der Improvisation und noch viel mehr, genau das ist es, was sich dieses musikalisch zu allen Seiten offen agierende und freidenkende Quartett auf seinem Livealbum „Vielerlei“ zum alles bestimmenden Programm gemacht hat. Uli Rennert (Piano), Woody Schabata (Vibrafon), Jan Roder (Kontrabass) und Uli Soyka (Schlagzeug, Spielsachen) zählen bekanntermaßen seit vielen, vielen Jahren nun schon zu ausgewiesenen Experten des freien Spiels. Wenn sie einmal loslegen und beginnen, sich die Ideen nur so zuzuwerfen, kommt gleichzeitig eine musikalische Kettereaktion in Gang, der eigentlich kaum Einhalt geboten werden kann und die auf wunderbar kreative Weise die unterschiedlichsten klanglichen Blüten treibt.

Es geht in den Stücken des Vierers ungemein munter und lebendig zu, der musikalischen Vielfalt sind alle Tore geöffnet, dem instrumentalen Virtuosentum ebenso, das Überschreiten und Außerkraftsetzen der Grenzen zwischen den verschiedenen Formen des Jazz wird zum ereignisreichen Spiel, die unvorhersehbaren Wendungen, Brüche und Richtungsänderungen zum spannungsgeladenen musikalischen Drehbuch. Das Quartett spannt sich in seinen Stücken den Bogen auf vielschichtige Art sehr weit, vom von jeder Struktur losgelösten Vertrackten bis hin zum mehr Melodiereichen, vom Wilden und Ungestümen bis hin zum gediegen Eleganten, vom Ruhigen und Minimalistischen bis hin zum mitreißenden Aufgeregten. Es wird leichtfüßig geswingt, intensiv gegroovt, umwerfend soliert und kunstvoll mit dem Klang experimentiert.

Das Besondere an der Musik dieser Formation ist, dass diese dabei niemals in Chaotische verfällt, sondern immer die Ordnung hält und zugänglich wie auch verständlich bleibt. Was vor allem auch darauf zurückzuführen ist, dass die Beteiligten bewusst den Gruppenklang suchen, der jedem einzelnen denselben künstlerischen Raum zur Entfaltung bietet. Und diesen wissen die vier Musiker auf wirklich unnachahmliche Art und mit hörbarer Freude für sich zu nutzen.

Uli Rennert, Woody Schabata, Jan Roder und Uli Soyka unterstreichen auf „Vielerlei“ einmal mehr ihre außergewöhnlichen musikalischen Qualitäten. Sie zeigen auf, dass es in der Improvisation nicht immer sperrig zugehen muss. Dem Quartett gelingt es, seine Musik mit Gefühl aufzuladen, das einen wirklich packt.

Richtig schön.

viererlei in & out - ptx 018

New CD: viererlei – in & out

Recorded live 11.7.2016 @ OFF Theater, Vienna

viererlei in & out - ptx 018

Woody Schabata – vibraphone
Uli Rennert – piano, sounds
Jan Roder – double bass
Uli Soyka – drums, toys, percussions, alto-recorder

pan tau-x shop

Uli Rennert auf iTunes und Amazon

Aus verschiedenen Gründen habe ich meinen Vertrag mit dem österreichischen Digital-Vertrieb Rebeat gekündigt und zu CD Baby gewechselt. Nun ist meine Musik wieder auf ausgewählten Internet-Portalen erhältlich. Zum Beispiel:

Von den Göttern weiss ich nichts

Götter 400

iTunes | Amazon | CD Baby


 

 Project S

DA2XXXXZ

iTunes | Amazon | CD Baby


 

Auf Streaming-Diensten wie Spotify usw. sind die Alben nicht erhältlich.

Peter Kunsek & Uli Rennert – Unexpected Guests

Mit Peter Kunsek verbindet mich eine inzwischen schon jahrelange Freundschaft, eine Freundschaft die vor allem auch auf gemeinsame musikalische Unternehmungen und Reisen gebaut ist. Nun beginnen wir eine Konzertreihe im Grazer Royal Garden Jazz Club, bei der wir interessante Gäste und improvisatorische Partner einladen und präsentieern werden.

Peter Kunsek: „Mit der Gestaltung einer neuen Reihe musikalischer Ereignisse soll der Versuch unternommen werden, eine Art Bestandsaufnahme aktuellen Musikschaffens jenseits kommerzieller Einheitlichkeit darzustellen. In Kleinformationen liegt seit je das  Kreativpotenzial jazzmusikalischer Entwicklung. Daher liegt unser spannendes Credo in der kammermusikalischen Gestaltung des Konzertabends mit neuen Gästen.“

Erster Termin: 26. Februar 2016 mit FunArt…Music – Kunsek/Rennert/Roder/Soyka

More to come!

Late But Great

Project S kommt zu späten Ehren in einer fulminanten Kritik auf The Sound Projector. Hier einige Auszüge:

The work is framed by the history of chamber music and small ensemble composition. Yet, Peter Kunsek’s exquisite clarinet and Peter Herbert’s bass are disrupted by Rennert’s restless instrumental leaps from synthesizer to live electronics, or lap steel guitar. The final product is a sharp pan-modernism where all forms and styles are engaged and all techniques given equal weighting. […] Everything from counterpoint to digital sampling is available to access and deftly incorporated by an ensemble with an extensive and close history together.

This is modern classical music divorced from previous social, societal and historical rhetoric…

… on Project S the juggling of these diverse elements is an indication of the skill and imagination of all involved and Rennert’s role as composer and collaborative node. The work is a fascinating response to the dilemma of what orchestrated chamber music is and what it can offer for this generation of musicians.

Alle machen jetzt auch Jazz

Gehörtes, Gelesenes, Beobachtetes, Diskutiertes der letzten Monate zusammenfassend muss gesagt werden: Alle machen jetzt auch Jazz. Gut. Sollen sie. Machen sie wirklich?

Jazz ist nicht: Summertime vom Blatt gespielt, ein Stück von Frank All That JazzzSinatra (der hat gar keine Stücke geschrieben…), gesampelte Drum-Grooves aus alten Tagen und ein bissl gequetschte Trompete dazu gemixt. Jazz ist das vor allem dann nicht, wenn nicht improvisiert wird. Punkt. Nicht die Stücke und Kompositionen an sich sind Jazz, sondern der Umgang damit.

Ist das wichtig? Ich meine schon. Warum muss man das abgrenzen? Vielleicht aus Respekt.

Und: READ MORE

Concerto über Götter

Ode an die Götter

Rennert & Rennert & ein Geburtstagsgeschenk

Wenn man sich mit den Göttern anlegt, birgt das zumeist einige Gefahren, das wussten bereits die alten Griechen und Römer. Die neu
e Aufnahme des Komponisten, Pianisten, Keyboarders und Technik-Tüftlers („Kastln“ – Zitat Pepl) trägt den aussagekräftigen Titel „Von den Göttern weiss ich nichts„, ob dieses Nichtwissen vor Strafe schützt, wird sich zeigen.

Rennert, Willnauer © St. LozarAm Anfang der Produktion ’stand das fünfteilige Titelstück, READ MORE

Bericht auf mica.at

Michael Ternai schreibt:

Dass Uli Rennert nicht unbedingt zu jener Sorte von MusikerInnen zählt, die es sich einfach machen und immer wieder mit dem Gleichen und Selben aufwarten, ist inzwischen hinlänglich bekannt. mica 2Der in Graz lebende Pianist, Elektroniker und Komponist ist jemand, der stets den nicht gerade einfachsten Weg sucht und sich mit Vorliebe auch in waghalsige musikalische Grenzgänge stürzt. Einen solchen Grenzgang meistert er nun auch auf seiner neuen CD „Von den Göttern weiß ich nichts“  (pan tau-x), die zugleich die erste Zusammenarbeit [… ] mit seiner Tochter, der Mezzosopranistin Sophie Rennert darstellt.

Und weiter:

… geht es ihnen um die Verwirklichung eines ganz eigenen, innovativen Klanges, eines dunklen, geheimnisvollen und zeitgenössisch kammermusikalischen.

Und kommt zu dem Schluss:
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Jörg-Martin Willnauer über Götter

Viele […] ergreifen bei zeitgenössischer Musik die Flucht. Verständlich, weil bei zeitgenössischen Werken oft nicht die Emotion im Vordergrund steht, sondern die Konstruktion. Uli Rennert beweist, dass Gegenwartsmusik auch lustvoll und amüsant sein kann, ohne platt zu sein. Ich hege den dringenden Verdacht, dass das Vergnügen, das wir bei der Produktion hatten, auch beim Hören spürbar wird.

Jörg-Martin Willnauer, Stefan Lozar)

Jörg-Martin Willnauer (© Stefan Lozar)

Infos zu ‚Von den Göttern weiss ich nichts‚ | pan tau-x webshop
Jörg-Martin Willnauer auf Facebook

FunArt…Music @ Jazzredoute Graz

Die Jazz Bigband Graz hat auch heuer wieder ihre Jazzredoute im Grazer Dom im Berg veranstaltet. Schwerpunkt waren diesmal kleinere Formationen und ich freue mich, dass ich unser Projekt FunArt…Music mit Ewald Oberleitner als special guest präsentieren durfte.

Unser frei improvisiertes Set bildete einen schönen Kontrast zu den eher strukturierteren, teils ziemlich pop-lastigen Ansätzen der Kollegen. Das ‚Fest der Grazer Jazzszene‘ zeigte jedenfalls die enorme Bandbreite und ungebrochene Vitalität der Grazer Jazzer.

Fotos gibt es hier.

Fun – Art – Music.