Uli Rennert | ORF
Uli Rennert ist Pianist, Komponist und Elektroniker und lebt als freischaffender Musiker und Universitätsdozent in Graz in Österreich. Uli Rennerts künstlerische Arbeit dreht sich seit vielen Jahren um den Einsatz von Synthesizern und Live-Elektronik als expressives Instrumentarium und um die Erforschung der Schnittstellen zwischen Komposition und Improvisation. - Uli Rennert is an Austrian pianist, synthesist, and composer. Rennert is focusing on synthesizers and live-electronics used as expressive musical instruments, and he explores the area between composition and improvisation.
Uli Rennert, jazz, contemporary music, piano, synthesizer, composer, improvisation, producer, Graz, Austria
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ORF Tag

Kunst ist Auswahl

(Ein Bericht)

Man schreibt Musik, probt, produziert, veröffentlicht. Es ist gut geworden. Es ist Neue Musik (‚Neue‘ gross geschrieben). Eine grössere öffentlich subventionierte Institution macht eine Ausschreibung. Es geht um Auftritts-Förderung, Verbreitung Neuer Musik. Man wird eingeladen, schickt was hin, wird ausgewählt – und zu einer Präsentationsveranstaltung eingeladen. Schön. Drei Stunden Fahrt mit dem Auto. Auch schön.

Die öffentlich subventionierte Institution kooperiert mit dem öffentlich subventionierten Institut einer öffentlich subventionierten höheren Bildungsanstalt. Etikett: Neue Musik. Super. Geladen ist auch eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, bekannt aus Rundfunk und Medien. Funktion: Kuratorin oder Kurator. Man erfährt: Es wurden über einhundert Projekte eingereicht. Man ist stolz, ausgewählt worden zu sein. Es wurden von diesen über einhundert Projekten ganze sechzig ausgewählt. Wie bitte? READ MORE

Alle machen jetzt auch Jazz

Gehörtes, Gelesenes, Beobachtetes, Diskutiertes der letzten Monate zusammenfassend muss gesagt werden: Alle machen jetzt auch Jazz. Gut. Sollen sie. Machen sie wirklich?

Jazz ist nicht: Summertime vom Blatt gespielt, ein Stück von Frank All That JazzzSinatra (der hat gar keine Stücke geschrieben…), gesampelte Drum-Grooves aus alten Tagen und ein bissl gequetschte Trompete dazu gemixt. Jazz ist das vor allem dann nicht, wenn nicht improvisiert wird. Punkt. Nicht die Stücke und Kompositionen an sich sind Jazz, sondern der Umgang damit.

Ist das wichtig? Ich meine schon. Warum muss man das abgrenzen? Vielleicht aus Respekt.

Und: READ MORE

Musikfabrik NÖ – musik aktuell

Dr. Irene Suchy – Artist in ResidenceDas Projekt ‚Von den Göttern weiss ich nichts‚ wurde von Kuratorin Irene Suchy für die laufende Initiative musik aktuell – neue musik in nö 2015 (Link: www.musikfabrik.at) ausgewählt – Motto: ‚Vom Entdecken der Hände. Gesten, Posen und Gebärden‘.

Neben den ‚geistlichen Gesängen für Agnostiker‘ sind die beiden Picasso-Stücke diesem Thema am nächsten. Hat sich der Maler doch neben seinenr wohlbekannten bildnerischen Arbeit auch immer wieder mit dem Schreiben beschäftigt und dabei eine ganz eigenständige, sehr intuitiv-improvisatorisch geprägte Poesie entwickelt – irritierend im besten Sinne. READ MORE

Project S in der Ö1 Jazznacht

ORF Ö1 JazznachtDas neue Album Project S wurde am vergangenen Samstag von Gerhard Graml in der Ö1 Jazznacht (ORF) vorgestellt.

«Eine reizvolle Begegnung von elektronischen und akustischen Sounds.»

Hier nochmals zum nachhören:
[audio:/jazznacht/s.mp3|titles=Project S in der Ö1 Jazznacht vom 7. 10. 2012]

«Der in Graz lebende Keyboarder und Komponist enttäuscht auf seiner neuen CD Project S die Erwartungen der interessierten abenteuerlustigen Hörerschaft nicht. Auch auf seinem aktuellen Werk findet sich ein Mix aus Eigenem und eigenwilligen Bearbeitungen von Jazz-Standards, die von Rennert in ihre Einzelteile zerlegt werden.»

Thelonious Monk

Klassik, Operette, Musical, Zigeunermusik, Klezmer, Jazz, Latin, Tango, Bossa Nova, Wiener Walzer, Kipferl, Schmarrn und Beuscherl

Interessant, dass sich nun wieder öfter mit Jazz und Improvisation geschmückt wird — wie gerade gehört in einem Beitrag des ORF mit „The Philharmonics“ und Tibor Kovac. Es geht wieder aufwärts mit der hohen Kunst des Flüchtigen.

Bitte, Ihr seid grossartig und könnt alles spielen — aber was hat das mIt Improvisation zu tun, wenn man halt extemporiert, ‚a bissl net so genau spielt, wos da steht‘? Was ist daran Jazz, wenn ‚My Favorite Things‘ vom Blatt gegeigt wird? Schon mal was von John Coltrane gehört? Ach ja, ich vergass, Mozart, Bach, Beethoven, Schubert, … wären sicher Jazzer (Dschässer!) geworden, wenn sie zu unserer Zeit gelebt hätten. Das muss bezweifelt werden, bei dem heute herrschenden Musikverständnis.

Und nebenbei bemerkt: Klezmer klingt auch ein wenig anders…

Shalom!

Jazzgeschichte

ZawinulGerade wurde in der Zeit im Bild, den Hauptnachrichten des Österreichischen Fernsehens ORF, über das diesjährige 40-jährige Dienstjubiläum der Kollegen von Manhattan Transfer berichtet.

Da ist dann von „ihren“ Hits die Rede: Birdland (© Joe Zawinul) und Route 66 (© Bobby Troup); und dass da ausgiebig Musikgeschichte geschrieben wurde. Naja.

Manhattan Transfer sind allerdings entgegen der ORF-Meinung keine a-capella-Gruppe, READ MORE

Die Taubheit im ORF

Zwei Beispiele für verstopfte Ohren im österreichischen Rundfunk:

OhropaxSchon vor einiger Zeit brachte Ö1, das erste Hörfunkprogramm des ORF, einen Beitrag mit Aufnahmen Alter Musik. Besonders ausladend wurden die Radiohörer dabei über die theoretischen Hintergründe der alten Stimmungen unterrichtet; namentlich ging es dabei um die sogenannte Mitteltönige Stimmung. Soweit so gut. Was dann zu hören war, klang aber doch etwas überraschend: Ich lauschte einem Duo mit Gitarre und Harfe und versuchte verzweifelt, die zuvor geschilderten Feinheiten der mikrotonalen Strukturen zu entdecken. READ MORE

SOS ORF

www.sos-orf.atRetten, was noch zu retten ist.

Neben einer manchmal unfassbar ignoranten, fast zynischen (TV-)Programmgestaltung glänzt der staatliche österreichische Rundfunk immer wieder mit grossartiger journalistischer Arbeit und kritischer Berichterstattung.

Bitte helfen!

Der Vorführ-Effekt

Die österreichische Grippe-Epidemie zwingt mich derzeit zur Passivität vor dem TV-Bildschirm. Da stösst man unweigerlich mit Sendungen wie DSDS („Deutschland sucht den Super-Star“ Bohlenoder: „Dieter sprengt dämliche Subjekte in die Luft“) und dem österreichischen Starmania zusammen.

Hast Du Erklärungsbedarf für so abartigen Fernseh-Konsum? Ja, habe ich!

Mir ist es peinlich. Mir ist es zutiefst peinlich, das mit-anzusehen. Und ich bin schockiert. Mich schockiert der Abgrund, in den ich sehen muss. Und mich verblüfft, dass es in derartigen Sendungskonzepten letztlich weder um Musik, noch um die so-genannten Talente geht.

Worum geht es denn?READ MORE