Uli Rennert | Sprache
Uli Rennert ist Pianist, Komponist und Elektroniker und lebt als freischaffender Musiker und Universitätsdozent in Graz in Österreich. Uli Rennerts künstlerische Arbeit dreht sich seit vielen Jahren um den Einsatz von Synthesizern und Live-Elektronik als expressives Instrumentarium und um die Erforschung der Schnittstellen zwischen Komposition und Improvisation. - Uli Rennert is an Austrian pianist, synthesist, and composer. Rennert is focusing on synthesizers and live-electronics used as expressive musical instruments, and he explores the area between composition and improvisation.
Uli Rennert, jazz, contemporary music, piano, synthesizer, composer, improvisation, producer, Graz, Austria
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Late But Great

Project S kommt zu späten Ehren in einer fulminanten Kritik auf The Sound Projector. Hier einige Auszüge:

The work is framed by the history of chamber music and small ensemble composition. Yet, Peter Kunsek’s exquisite clarinet and Peter Herbert’s bass are disrupted by Rennert’s restless instrumental leaps from synthesizer to live electronics, or lap steel guitar. The final product is a sharp pan-modernism where all forms and styles are engaged and all techniques given equal weighting. […] Everything from counterpoint to digital sampling is available to access and deftly incorporated by an ensemble with an extensive and close history together.

This is modern classical music divorced from previous social, societal and historical rhetoric…

… on Project S the juggling of these diverse elements is an indication of the skill and imagination of all involved and Rennert’s role as composer and collaborative node. The work is a fascinating response to the dilemma of what orchestrated chamber music is and what it can offer for this generation of musicians.

Die Buddenbrooks im Kino

Thomas Mann… im grossen Kino! Grosses Kino?

Gute Schauspieler sind da, sehr gute Schauspieler, sogar Charakterdarsteller.

Aufwändige Kulissen sind auch da, authentische Austattung und grosse Roben.

Die Produktion spart auch nicht hinter der Kamera oder am Licht oder am Soundtrack oder an sonst irgendetwas — am Werbegetrommel übrigens schon ganz und gar nicht.

Es ist alles da.

Und da sitze ich dann im Kino und schaue mir geschlagene zwei Stunden und eine halbe lang einen TV-Vierteiler an. Warum eigentlich?

Bewertung: 3/10 

Update 31.12.08:

Siehe: rennert.at/buddenbrooks-kino-und-tv-2008-12-31

Sarah Wiener tut kochen

Der Standard (guha) am 17.12.2008:

Die von ihr Vorgestellten sind es in der Tat wert, zur besten Sendezeit vorgestellt zu werden: aber nicht als Möbel auf der Bühne einer Showfrau.

Sarah erfährt: „Fast alles, worauf wir herumlaufen, kann man essen.“ Die Rede ist von einer Wiese in Italien. Reizend. Nur dass Sarah eben nicht vier Jahre alt ist, wie man meinen könnte, sondern eindeutig ausgewachsen und angeblich Köchin. „Tust du das jetzt so essen?“ READ MORE

Friedliche Sprache

Mir fällt in den letzten Jahren eine seltsame deutschsprachige Angewohnheit auf. Es gibt zahlreiche Redewendungen und Vokabeln, die sich eindeutig aus einem militärischen Kontext herleiten, oder einen solchen zur Umschreibung alltäglicher Zusammenhänge benutzen. Kaiser WilhelmUnd ich selbst bediene mich dieser Sprache immer wieder. Das möchte ich nun gerne beenden.

Das Phänomen existiert selbstverständlich auch in anderen Sprachen; mir sind beispielsweise die Battleground States während des US-Wahlkampfes (!) sauer aufgestossen. Doch im Deutschen hat es für mich naturgemäss einen besonderen Stellenwert. Da möchte ich nun einfach bei mir selbst den Anfang machen. Ich werde in Zukunft versuchen, keine militärischen oder kriegerischen Phrasen mehr in Stellung zu bringen — will sagen: anzuwenden. READ MORE

Was schreibt die Schreiberin oder der Schreiber dem geneigten Leser oder der geneigten Leserin?

Der Standard widmet seine heutige Ausgabe dem Schreiben und Lesen. Da waren für mich vor allem zwei grundverschiedene Beiträge interessant: Im ersten ging es um die Altersgeschichte der Schriften — in einem anderen Artikel legt Marlene Streeruwitz hart und schlüssig die Wiedersprüchlichkeit einer neudeutschen Gender-Sprache dar.

Noch gut kann ich mich an die sprachlichen Verrenkungen erinnerm, mit denen wir vor einigen Jahren zu jonglieren begannen, als die Kunstuniversität Graz geschlechtsneutrale Formulierungen in Texten und Verordnungen einführte.READ MORE

Leichtes Holz

Am 8. März gibt es wieder einen Abend im Literaturhaus (JBBG Groovelines) – diesmal mit Friedrich Achleitner und dem Saxophonsatz der Jazz Bigband Graz ohne Saxophone.

Wir werden in folgender Besetzung spielen:READ MORE