Über Jazz (2) — Rudi Buchbinder hört

Heide Tenner hat im heutigen „Klassik Treffpunkt“ auf Ö1 einen der grossen Pianisten der internationalen Crème zu Gast und erfüllt ihm jazzige Musik-Wünsche.

Henri de Toulouse-Lautrec - Chocolat dansant dans un barBuchbinder zählt zu den wirklich bedeutenden Pianisten unserer Zeit — und er weiss auch auf der Klaviatur der gesellschaftlichen (Medien-)Präsenz gut zu spielen. Da tut es wohl, aus seinem Munde zu hören, dass ihm auch der Jazz wichtig ist. Geschmacklich (geschmäcklerisch?) und über die Bedeutung für das Wesen des Jazz lässt sich bei der Auswahl vielleicht streiten — aber immerhin: Nat King Cole mit George Shearing, umwölkt von Streichern, und Oscar Peterson, virtuos. Da werden eben, wie so oft in solchen Fällen, Jugenderinnerungen aufgearbeitet. Buchbinder war auch einmal Barpianist! — Jazz?

Heide Tenner stellt dann in der Überleitung zu einem Gedanken aus Buchbinders aktuellem Buch über die lebenslange Beschäftigung des Virtuosen mit einem Werk klar, dass das ja nun das absolute Gegenteil zum Improvisieren sei. Aha.